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"Kacke, wer sind mein Freunde?"

So. Gleich zu Beginn, möchte ich mitteilen, dass ich die Inspiration zu diesem Eintrag erhalten habe, also ich gerade mal wieder Leute aus meiner "Freundesliste" im SchülerVz, einem Portal für eben Schüler, also Jugendliche, gelöscht habe. Gerade mal die Hälfte, der sich dennoch dort befinden Personen würde ich - auch ausserhalb der digitalen Welt - als Freunde bezeichnen. Wissen Sie, dass die Durchschnittliche Anzahl an "Freunden" ca. 40 - 150 beträgt? Man mag behaupten, ich sei spitzfindig, aber eventuell wird der Begriff "Freund", doch etwas relativiert. Oder würden Sie behaupten sie hätten 117 Freunde?
Vermutlich würden sie mir vorwerfen, dass es sich dabei eben um Bekannte handelt. Nagut, dann haben wir (also Sie oder irgendeine andere unwichtige Person) eben 97 Bekannte , von denen sie die Hobbys kennen wollen, was sie mögen und was sie nicht mögen, was ihre Lieblingsfilme sind, ihr (um etwas angeben zu können, gerade erfundenes) Motto und unter Umständen, vielleicht sogar auch noch den Namen.

Ich (,als an anderen Menschen aus soziologischer Hinsicht (nämlich um sie zu verhöhnen) intressierte Person) lese gelegentlich die sogenannten "Gruppen" (eine Art Sammelbecken von anonymen Gleichgesinnten (so ein bisschen ähnlich wie Sekten, denen man angehört, aber in denen man niemand kennt, kennen lernen will oder mit dem Leitthema konfrontiert werden möchte (quasi sowas wie die christliche Kirche))) (na, wie muss der Satz weitergehen?) und bin dort auf eine Gruppe gestossen, die viele Mitglieder und Nachahmer besitzt: " jaja, klar kenn ich dich noch ! ("kacke, WER ist das ?" ) "
Die Mitgliederanzahl beläuft sich auf sage und schreibe 108234 Mitglieder (eben erwähnte Nachahmer-Gruppen nicht eingerechnet). Wem könnte dazu jetzt etwas einfallen? Ihnen etwa?

Problem erkannt und belegt. Was nun? Schwachsinn! Wir lösen das Problem ganz sicher nicht, sie Verräter ihrer Herkunft! (Sollte dies ein Ausländer lesen, z.B. ein Deutsch-Türke (wobei mich intressieren würde, wie er auf diese Seite, beziehungsweise zu diesem Textabschnitt kommt) , dann entschuldige ich mich eventuell dafür. Ach, und sollten Sie es nicht verstehen, so fragen sie bitte einen Einheimischen.) Wie schon gesagt, nicht Problem lösen, usw. Wir nehmen uns stattdessen die Zeit, uns die Ursachen dieser Inflation von Pseudo-Freundschaften etwas genauer anzusehen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass unter "Freunde" geführte Personen, wobei ich anmerken möchte, dass ich nun auch von anderen Internet-Plat(t)formen spreche (wie z.B. www.sei-mein-freund.de (wie krieg ich die bloß dazu, dass die aufhören mir Werbemails zu schicken?) oder auch diverse Chaträume), tatsächlich dem Listenführer bekannt und möglicherweise sogar sympathisch sind. Allerdings ist es offensichtlich, dass es unmöglich sein wird, mit dieser Masse an Individuen Verbindung zu halten. Das ist dem freudigem Kontakknüpfer entweder bewusst oder eben nicht.

Also zum einen könnte man von jemandem ausgehen, der Bescheid weiß, dass er diese Person nicht mal wirklich kennen lernen will, dann sprächen wir über einen Heuchler.
Oder zum anderen ist zu vermuten, dass es sich schlicht und ergreifend um jemanden sehr Einfältigen handelt. Beides keine sonderlichen Glanleistungen.

Selbstverständlich ist dem entgegenzusetzen, dass sich slche Verschiedenen sozialen Beziehungen zu einander eben ändern können und man mit einem so gewaltigem Spektrum, viel wahrscheinlicher jemanden findet, der zu einem passt, sei's als Freund oder für eine feste Bindung.

Aber seien wir mal ganz ehrlich. Bei dieser unübersichtlichen Auswahl und dieser Menge wird es schwierig, jemand zu finden. In Tiefe, nicht in die Breite sollst du gehen.

Beware of the yellow sign,

Corion

26.10.08 20:00
 


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